Narco-Rap Projekt

Aktuell arbeite ich an einem Narco-Rap Projekt. Ich bin ein Fan dieser Musikrichtung, wenn gleich ich nicht in Mexico bzw. Südamerika lebe.

Narco-Rap ist ein Subgenre des Hip-Hop, das sich mit den Themen Drogenhandel, Gewalt und dem Leben in kriminellen Milieus beschäftigt. Entstanden ist dieser Stil vor allem in Mexiko, wo der Einfluss der Drogenkartelle und die damit verbundene Gewalt den Alltag vieler Menschen prägen. Die Texte sind oft direkt, brutal und ungeschönt – sie erzählen von Machtkämpfen, Korruption, Armut und dem Aufstieg aus dem Nichts durch illegale Geschäfte.

Die Künstler, die Narco-Rap machen, stammen häufig selbst aus Regionen, in denen Drogenkartelle die Macht haben. Viele von ihnen behaupten, aus eigener Erfahrung zu sprechen, und nutzen die Musik, um ihre Realität darzustellen – sei es als Warnung, als Protest oder sogar als Verherrlichung des kriminellen Lebens. Die Beats sind meist hart und düster, oft mit Einflüssen aus dem Trap oder regionalen Musikstilen wie Norteño oder Corridos, die ebenfalls oft von Drogen und Gewalt handeln.

Kritiker werfen dem Genre vor, Gewalt zu glorifizieren und den Drogenhandel zu romantisieren. Tatsächlich gibt es Fälle, in denen Rapper Verbindungen zu Kartellen hatten oder sogar wegen krimineller Aktivitäten verhaftet wurden. Gleichzeitig sehen viele Fans in Narco-Rap eine authentische Stimme der Straße, die Probleme anspricht, die von Politik und Medien oft ignoriert werden.

International hat Narco-Rap an Einfluss gewonnen, vor allem in den USA, wo lateinamerikanische Migranten die Musik verbreiten. Auch in anderen Ländern mit ähnlichen sozialen Problemen findet das Genre Anklang. Letztlich ist Narco-Rap mehr als nur Musik – er ist ein Spiegel einer brutalen Realität, die für viele Menschen leider Alltag ist.

Die Playlist findet sich unter https://soundcloud.com/klaus-56136140/sets/los-sin-miego

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